Freitag, 23. Dezember 2016

Frohe Weihnachten


Meine Lieben,
ich spüre die Last des Jahres 2016. Es war ein sehr aufwühlendes Jahr, geprägt von wundervollen und außergewöhnlichen Momenten, aber auch tiefer Trauer und Kummer. 
Jetzt wird es Zeit die leeren Akkus wieder aufzuladen und das Jahr 2016 los zulassen, um 2017 durchzustarten. Nächstes Jahr erwarten Euch einige Überraschungen, soviel sei verraten ;-) sc
Ich wünsche Euch eine besinnliche und friedvolle Weihnacht und kommt gut ins neue Jahr 2017!
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Ich verabschiede mich mit einem Weihnachtslied aus Haiti in die Weihnachtsferien und werde allerspätestens Anfang Januar 2017 wieder auftauchen.
Es ist Weihnachten,
wenn alle bereit sind für das Fest.
Weihnachten heißt:
mit Hoffnung leben.
Wenn sich Menschen die Hände
zur Versöhnung reichen,
wenn der Fremde aufgenommen,
wenn einer dem anderen hilft,
das Böse zu meiden und das Gute zu tun,
dann ist Weihnachten.

Weihnachten heißt:
die Tränen trocknen,
das, was du hast, mit anderen zu teilen;
jedes Mal, wenn die Not eines Unglücklichen
gemildert ist, wird Weihnachten.

Jeder Tag ist Weihnachten
auf der Erde, jedes Mal, wenn einer
dem anderen Liebe schenkt;
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
ist Weihnachten;
dann steigt Gott wieder vom Himmel herab
und bringt das Licht.

Weihnachtslied aus Haiti
GLG Eure Lorelay
Bildquelle:Pixabay 

Dienstag, 22. November 2016

Textschipsel

Moin meine Lieben (Moin Moin gilt übrigens im Norden schon als Gesabbel ;-)) 
Im Moment gibt viel zu tun, spannende Projekte und Ziele haben sich ergeben und aufgetan, dennoch ein Schnipsel, aus meinem aktuellen Projekt, muss einfach mal wieder sein. 
Wünsche Euch einen wundervollen Tag
GLG Eure Lorelay

Donnerstag, 10. November 2016

Das Würfelspiel


Der Tod trat in die Sphäre der ewigen Stille. Die Lichter an der hohen, gewölbten Decke erzitterten. Lächelnd rückte er seinen Stuhl zurecht, als er sich setzte. Gelassen sah er zu seiner immerwährenden Geliebte, das Leben. Sie saß bereits am runden Tisch, schön und grausam wie ein kalter Wintermorgen. »Wo warst Du?«, wollte sie wissen. »Geschäfte«, winkte er ab. Sie nahm die drei Würfel in die Hand und inspizierte sie. »Glaubst Du ich betrüge?«, fragte der Tod leicht erzürnt. Amüsiert schürzte sie ihre vollen Lippen, »Bei Dir weiß man nie!« Wirbelnd umkreisten die Würfel ihre langen Finger. Zu gut erinnerte sich das Leben an die erbitterten und leidenschaftlichen Kämpfe, die sie einst in der Welt der Menschen austrugen.
Bei ihrem letzten Kampf fügten sie der Erde tiefe klaffende Wunden zu. Feuerstürme jagten wild über sie und verschlangen gierig die letzten Leben. Grollend bäumte sie sich auf. Kampfesmüde sahen der Tod und das Leben der Erde beim Sterben zu. Da wussten sie, dass sie zu weit gegangen waren.
Missgelaunt führte der Tod seine Armeen und die Toten in sein Reich zurück. Hingegen das Heer des Lebens dem Planeten neues Leben einzuhauchen versuchten.
Eines Tages schickte der Tod schickte einen Botschafter zu seiner ewigen Liebe. Und so kam es, dass sie sich in der Zwischenwelt trafen. Dort berieten, stritten, liebten und hassten sie sich viele Monde lang. Endlich einigten sie sich und beschlossen über die Schicksale der Geschöpfe der neun Welten ein wenig unkonventioneller zu entscheiden. Beide wussten, dass sie nicht miteinander sein, aber auch nicht ohne einander konnten.  
So erschufen sie die Sphäre der ewigen Stille in der es weder Zeit noch Raum gab, noch Licht oder Schatten. Nur die Leben der Geschöpfe der neun Welten funkelten an der Decke wie ein Sternenmeer.
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»Du kennst mich zu gut«, grinste der Tod und zog genüsslich an seiner Knochenpfeife. Aus den Rauchschwaden entstand eine schwarze Pergamentrolle. Er tippte sie an und sie entrollte sich wabernd auf dem Tisch. Golden leuchteten die Namen auf ihr auf. »Um die geht es Dir heute?«, vergewisserte sich das Leben. »Ja!«, betätigt er knapp. »Gut, dann lass uns sehen, wer auf meiner Liste steht.« Sie stand auf und griff in die Decke der Lebenslichter. Eine schneeweiße Perle kam zum Vorschein. Sie hielt sie zwischen ihren Finger und ließ sie auf ihre Handfläche rollen. Ein makellos weißes Papier entfaltete sich in ihrer Hand. Der Tod nickte. Das Leben schloss ihre Augen, »Wie immer?« »Wie immer, zweimal darfst Du würfeln, drei Einsen bedeuten Leben, drei Sechen den Tod«, bestätigte er ruhig. Das Leben nickte und wollte ihm die Würfel reichen, »Nein, in der heutigen Nacht beginnst Du!« Liebevoll blickte sie dem Tod in die unergründlichen schwarzen Augen, »So soll es sein!«

©Lorelay Lost

Sonntag, 30. Oktober 2016

Der verliebte Tod


Neidisch blickte der Tod in die neun Welten. Egal wohin er blickte, sah er Liebe und Glück. Angewidert rümpfte er die Nase, doch in seinem tiefsten Inneren wünschte er sich eine Gefährtin, mit der er gemeinsam über sein kaltes Reich herrschen konnte. Er kam nur in die Welt der Lebenden, wenn er  Alte und Kranke an ihren Totenbetten abholte. Er wollte endlich das Leben und die Liebe spüren. Ungeduldig ging er auf und ab. Er wollte nicht mehr länger warten, bis der Wächter der Schwelle ihm die Tore der Welten öffnete. Heimlich ritt er auf einem der wilden Stürme, die den Herbst ankündigten, in die Welt der Lebenden. So kam es, dass er durch die Welt der Menschen reiste und auch hier nach einer passenden Geliebten ausschau hielt.
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Eines Tages ging er an einem kleinen Hof vorbei. Der Tod blickte auf und sah, das der Hof Garheris und Deirdre Kincaide, einem jungen und noch frisch getrauten Paar, gehörte.
Neugierig beobachtete er das geschäftige Treiben und erblickte Deirdre, die singend die Stube fegte. Entzückt starrte er sie an. Sie war das blühende Leben. Ihr langes schwarzes Haar duftete nach Sommer und umrahmte ihre üppige Figur. Fasziniert blickte er in ihre Augen, die wie warmer Frühlingstag leuchteten. Es war um ihn geschehen. Deirdre sollte seine Königin werden. Aber wie? Er zog sich zurück und ging zum Fluss, dort sah er Garheris, der am Fluss traurig ins Wasser blickte. Der Tod ging zu ihm. »Was grämt Euch?« Erschrocken blickte Garheris auf. Ein schwarz gekleideter Edelmann stand freundlich lächelnd vor ihm. »Sagt, ich kann Euch helfen.« Garheris fasste sich ans Herz, »Ich sorge mich, ob ich immer mit meiner Geliebten zusammen sein werde oder ob der Tod uns frühzeitig auseinander reißen wird.« Der Tod grinste und deutete auf zwei Steine. »Nehmt diese zwei Steine. Schreibt Eure Namen drauf und legt sie heute Nacht ins Feuer. Wenn einer der Steine am nächsten Tag fehlt, ist Euch kein weiteres Jahr gewährt.« Garheris nickte, nahm die Steine und lief nach Hause.
Es dämmerte bereits, Kerzen tauchten die kleine Stube in warmes Licht. Deirdre hatte den Tisch üppig gedeckt. Gemeinsam aßen und tranken sie, erzählten und scherzten. Es war ein schöner Abend. Müde und satt legten sie sich spät ins Bett.
Doch Garheris kam nicht zur Ruhe. Unruhig wälzte er sich hin und her. Deirdre schlief bereits fest neben ihm. Liebevoll betrachtete er seine schöne Frau und strich ihr sanft übers Haar. Leise stand er auf und schlich in die noch warme Stube. Mit zittriger Hand holte er die Steine aus seinem Beutel. Unsicher betrachtete er sie. Sollte er es wagen? Dann nahm er ein Stück Kohle und schrieb mit zittriger Hand ihre Namen drauf. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihm aus, doch er wollte es nun wissen und legte die Steine ins Kaminfeuer.
Die ersten Sonnenstrahlen berührten bereits die fernen Hügel. Eilig lief Garheris zum Kamin. Ungläubig blickte er in die kalte Asche. Deirdres Stein war weg. Weinend brach er zusammen. »Was ist mein Liebster?« »Nichts Liebste!« Garheris stand auf, nahm seine Frau fest in die Arme und küsste sie.
In den folgenden Nächten saß Garheris im Bett. Er wollte nie mehr schlafen und jeden Moment auskosten, denn er mit seiner Deirdre noch hatte. Doch eines Nachts übermannte ihn die Müdigkeit und er schlief ein.
Erschrocken fuhr er hoch, als der Fensterladen scheppernd aufriss und eiskalte Luft ins Zimmer strömte. Entsetzt blickte er auf die Stelle, wo Deirdre zuvor selig geschlafen hatte. Sie war fort. Außer sich lief er nach draußen, rief und suchte sie überall. Doch Deirdre war verschwunden.
Verzweifelt und weinend überquerte er den Fluß. Er wollte auch hier nach Deirdre suchen. Plötzlich stand der freundliche Edelmann, der ihm die Steine gegeben hatte, vor ihm. »Du kannst hier nicht passieren. Deine Zeit ist noch nicht gekommen.« Garheris verstand zunächst nicht. »Wo ist meine Frau!«, schrie Garheris. »Sie ist bei mir. Sie soll meine Totenkönigin sein!« Wütend sah Garheris den Edelmann an und wollte sich auf ihn stürzen. Doch der Fremde grinste ihn nur hämisch an. Garheris wich zurück und erkannte, dass der Fremde kein Edelmann war, sondern der Tod. Schluchzend und wimmernd brach er zusammen. Der Tod seufzte und kniete sich zu ihm. Mitleid erfüllte ihn, »Höre gut zu Garheris Kincaide. Von nun an darfst Du Deine Frau einmal im Jahr sehen. Ich werde sie Dir in der Dunklen Jahreszeit für eine Nacht bringen. Diese Nacht soll von nun an euch gehören!« Garheris schluckte schwer, wollte aufbegehren. Doch er fügte sich.
Das Jahr verging. Die Dunkelheit eroberte den Tag immer früher, die Nächte wurden länger. Garheris putzte und schrubbte das Haus. Schmückte es und kaufte besonders Gedeck für Deridre. Anschließend kochte er ihre Leibspeisen.
Es war bereits Abend als der Wind durch den Kamin pfeifte und an Türe zerrte. Ein Schatten tanzte an der Wänden. Deirdre war heimgekehrt.....
Der Tod saß auf seinem Thron und sah in die Welt der Menschen.  Er blickte in die Stube von Garheris, der überglücklich mit Deirdre am Tisch saß. Zufrieden lehnte er sich zurück und beschloss von nun alle Toten in dieser einen besonderen Nacht zu ihren Liebsten zu lassen. 
©Lorelay Lost

Sonntag, 23. Oktober 2016

Meine fünf Minuten - Jack O`Lantern


Die dunkel Jahreszeit hat begonnen und bald ist wieder Halloween, auch Samhain. Viele Mythen und Legenden ranken sich um dieses wunderbare Fest. Kann ein brennendes Stück Kohle in einem Kürbis oder Rübe den Teufel und andere Geister abhalten, Dich zu holen? 
Vor langer Zeit lebte in Irland ein Trunkenbold namens Jack Oldfield.  Hinter seinem rücken nannten ihn die Dorfbewohnern auch Stingy Jack oder Drunk Jack, weil er so unglaublich geizig und ein Saufbold war. Am Abend vor Allerheiligen saß der knauserige und trunksüchtige Jack in der Dorfschenke. Plötzlich stand der Teufel neben ihm und wollte ihn holen. Jack überlegte kurz und bot ihm seine Seele für einen letzten Whiskey an. Der Teufel willigte ein, ihm seinen aller letzten Drink auf Erden zu spendieren, stellte jedoch fest, dass er keine Münzen bei sich hatte. Kurzerhand verwandelte er sich in eine Sixpence-Münze, um den Whiskey und den grimmig dreinschauenden Wirt zu bezahlen. Jack, gewieft wie er war, griff nach der teuflischen Münze und steckte sie rasch in seinen Geldbeutel. Hämisch grinsend blickte er auf den Geldbeutel und strich drüber. Jack trug sein silbernes Kreuz  immer im Geldbeutel anstatt um den Hals. Der Teufel konnte sich nun nicht mehr zurückverwandeln. Erneut handelte Jack mit dem Teufel. Er werde ihn freilassen, wenn er seine Seele noch für zehn Jahre frei sein lässt. Der Teufel versprach es. 
Die Jahre verflogen, die Finsternis siegte über das Licht. Die Dunkle Zeit begann. In der Nacht vor Allerheiligen kam der Teufel zurück, um sein Versprechen einzulösen und Jack zu holen. Auf dem Weg zur Hölle, überlegte Jack wieder kurz und bat den Teufel erneut um einen allerletzten Gefallen. Ein Apfel sollte seine letzte Henkersmahlzeit sein und der Teufel sollte ihn für Jack pflücken. Der Teufel ließ sich nicht lange bitten, wollte er ihm doch den letzten Wunsch erfüllen. Er blickte sich um und kletterte auf einen nahe stehenden Apfelbaum. Blitzschnell zog Jack sein scharfes Messer aus der Jacke und ritzte ein großes Kreuz in die Baumrinde. Gehässig beobachtete Jack, wie der Teufel versuchte vom Baum zu klettern, doch er konnte nicht. Er war im Apfelbaum gefangen. Abermals handelte Jack mit dem Teufel. Er werde das das Kreuz entfernen, wenn der Teufel seine Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe lässt. Der Teufel versprach es.
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Das Rad der Zeit drehte sich und Jack starb. Augenblicklich reiste er zu den Himmelpforten und begehrte fordernd Einlass. Jack vergaß, dass er in seinem irdischen Leben kein Unschuldslamm war. Harsch wurde er abgewiesen und zu den Toren der Hölle geschickt. Schimpfend und wütend ging er. Nun stand er vor den großen unüberwindlichen Toren zur Hölle und verlangte Einlass. Doch auch hier verweigerte man ihm den Zutritt. Der Teufel stand vor ihm und erinnerte Jack an sein Versprechen, dass er ihm einst gab, niemals seine Seele zu holen. Jack müsse zur Erde zurückkehren. Geknickt schaute Jack sich um, es war dunkel, eisig kalt und stürmisch. Der Weg zurück war weit und beschwerlich. Mitleidig sah der Teufel Jack in die Augen und schenkte ihm ein Stück glühende Kohle aus dem Höllenfeuer. Jack nahm die Kohle und steckte sie in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung vorher eingesteckt hatte. Seitdem streift Jacks verdammte und unsterbliche Seele mit der Laterne in der Hand immer am Vorabend von Allerheiligen durch die Nacht.
© Lorelay Lost

Samstag, 15. Oktober 2016

Der Grund meiner kleinen Berlinreise

Am 10.10 lud mein geschätzter Kollege Patrick Osborn  uns zu seinem 15 jährigen Autorenjubiliäum mit Musik und Lesung ein. Viele Gäste und Autoren kamen in die Martin-Luther Kirchengemeinde nach Berlin Neuköln, um mit Patrick zu feiern.
Patrick las aus seinen wundervollen Werken, aber nicht nur er las, sondern auch einige seiner Gäste, u.a. Caro Berg , Janina Huber , Ellen Geus und ich. 
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Zwei Wochen bereitete ich mich auf den Abend vor und las immer wieder den Textauszug aus "Geisterstunde"durch. Meine liebe Freundin und Kollegin Andrea R Walla sprach mir immer wieder gut zu. (Danke dafür meine zickige Schwester ;-) )Dann war es soweit. Ich durfte das erste Mal öffentlich lesen. Es war aufregend und unglaublich neu für mich vor so einem tollen Publikum einen Text vorzutragen und am Ende des Abends gaben wir alle Autogramme. Es war eine unglaublich interessante Erfahrung für mich.
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Fazit des Abends
Ich habe viele unglaubliche und kreative Menschen kennen lernen dürfen.
Danke lieber Patrick für diesen wundervollen Abend :-) 
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Hier noch ein paar links für Euch:
Neu von Patrick Osborn und vielen wunderbaren Autoren,u.a. auch mich
Geisterstunde