Sonntag, 4. September 2016

Garstige Schreibblockade!

Die heimtückische Schreibblockade lauert hinter jeder dunklen Ecke. Bereit mit ihren scharfen gewetzten Krallen und scharfen Zähnen zu zuschnappen. Schon macht sie sich zum Sprung bereit und schnappt sich den zuvor kreativen und ahnungslosen Autor. Gierig schleppt sie ihre Beute in eine Ecke, um sie auszusaugen und mit ihrem heimtückischen Virus der Blockade zu infizieren.
Ich habe schon viele gute Artikel im Netz zur Entstehung und Überwindung der Schreibblockade entdeckt und gelesen. Deswegen werde ich hier nicht darauf eingehen. Ich denke jeder Autor entwickelt im Laufe seiner Arbeit und Erfahrung sein eigens »Rezept« gegen das Schreibbolckaden-Monster-Virus.
Ich möchte Euch von meinem Rezept berichten, welches mir bisher immer gut geholfen hat. Es ist kein Patentrezept, aber vielleicht hilft es ja den einen oder anderen. 
1) Habe Geduld mit Dir! Schraube Deine hohe Erwartung und nagenden Selbstzweifel runter.
Stopfe Deinem inneren Kritiker und ewigen Nörglern, die nach Perfektionismus lechzen die großen weit aufgerissenen Mäuler. Sie haben nämlich überhaupt keinen Schimmer und stellen Dir mit Freuden ein Bein.
Es hat mich viel Zeit und Kraft gekostet, meinen inneren Kritiker unter Kontrolle zu bekommen. Sicher lunzt er noch hervor, aber er darf auch nur noch flüstern. Falls er schreit, kommt er sofort auf die stille Treppe, bis er sich beruhigt hat.
2) Trotze der Blockade und trainiere gegen sie.
Trainiere bzw. schreibe immer zur gleichen Zeit! Egal wie Du drauf bist. Ob Du Lust hast oder nicht! Oder Du denkst, da kommt nur Nonsens bei rum. Das ist egal! Schreibe Dich warm, vielleicht entwickelt sich ja dadurch etwas ganz Spektakuläres. Eine Idee zu einer neuen Geschichte. Schreiben ist wie ein Training. Je öfter Du schreibst, umso leichter wird es dir fallen. Du wirst mit der Zeit schneller und besser werden.
Ich habe früher immer nur geschrieben, wann ich wollte. Mit voller Freude kamen die Blockade und belagerte mich.
3) Lass Dich inspirieren.
Falls Du die Ruhe dafür hast, mach es Dir gemütlich und lese ein schönes Buch! Höre Musik, manchmal reicht schon ein besonderer Song, der die Blockade vertreibt. Schaue einen Film, den Du noch nicht kennst.
Ich höre vor dem Schreiben Musik, die mich im Augenblick motiviert und inspiriert. Ganze Szenen sind schon durch Musik entstanden.
4) Dem erstarrten Geist etwas gutes Tun: Sauerstoff
Vielleicht hast Du ja einen Lieblingsort in der Natur. Besuche ihn und versuche zu entspannen. Du willst nicht so weit gehen, dann mach es Dir auf Deinem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse gemütlich.
Probiere etwas Neues aus.
Du hast ein Lieblingskaffee? Was machst Du dann noch in Deiner dunklen Schreibstube? Geh dorthin und beobachte die Menschen (vergiss Dein Notizblock und Stift nicht!).
5) Facebook und Co on the rocks
Mach Dein Smartphone aus und gehe nicht auf die sozialen Medien. Ich weiß, sie locken Dich, grad, wenn man nicht weiß, was man schreiben soll! Jedoch lenken sie Dich auch gut vom Wesentlichen ab, dem Schreiben. Fatalerweise könnten sie Deinen inneren Druck und Frust noch steigern. Dich sogar noch mehr herunterziehen und blockieren.
6) Telefonat mit einer guter Seelen
Wir Autoren verbringen viel Zeit in unseren Welten und stillen Kämmerchen, da kann sich schon mal was anstauen.
Ruf jemanden an, dem Du vertraust. Mach Deinem angestautem Frust endlich Luft! Das hat mir immer besonders gut geholfen. Nach dem Gespräch war ich immer wieder neu motiviert weiter zu schreiben.
7) Liebe
Ja, Liebe. Liebe Deine Texte und Protagonisten, steh zu ihnen. Du hast sie erschaffen, ihnen das Leben eingehaucht und ihnen das Laufen beigebracht. Sei stolz auf Dich!
Natürlich ist es  für einige von Euch nicht vollständig. Es ist ja auch meine Art mit meinem Monster umzugehen.
GLG Eure Lorelay 

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