Mittwoch, 27. April 2016

text extracts -Christian Franz-Josef Vollmer

Entstehung der Fünf Welten
Aus dem Medeis
Er war da, weil er da sein sollte. Er war da, weil er der Letzte aus einer vergangenen Zeit war. Er war da, weil er der Einzige der Seinen war.
Er war aus einer Zeit, die vor allem anderen war. Er war aus einer Zeit, die noch vor dem Beginn dessen stand, was er erschaffen würde. Er war aus einer Zeit, die sich selbst verschlungen hatte.
Er war der Überlebende eines Zeitalters, welches keine Bedeutung mehr besaß. Er war der Letzte und zugleich der Erste. Er war das Ende und zugleich der Anfang.
Er war der Zeloo.
Der Zeloo regierte das Medeis, das Nichts, die ewige Leere.
Er war Herrscher dessen, was er sah und was es noch geben würde.
Er war der Herr über allem und über alles, was es noch geben würde und was es noch gab.
Und das war das Medeis.
Das Medeis war in Dunkelheit getaucht, doch in ihr gab es nicht nur sie sich selbst, sondern auch die Finsternis. Eine schwarze, undurchsichtige wolkige Masse, die es schon zu Zeiten vor dem Zeloo gab. Die Finsternis würde es auch nach dem Zeloo noch geben. Sie war Bestandteil des Medeis, wie der Zeloo aus dem Medeis einst hervorgegangen war.
Diese Finsternis konnte der Zeloo trotz seiner Fähigkeiten weder beseitigen, noch durchschauen. Sie war da, weil sie wie er, da sein sollte und sie würde bleiben, so wie der Zeloo bleiben würde.
Der Zeloo wusste nicht, was es dort gab. Der Zeloo glaubte nicht, dass es dort etwas gab. Nachdem sich die Welten selbst und alles was sie umgab, selbst verschlungen hatten, war aus der Finsternis nichts gekommen, um zu zeigen, dass die Finsternis gesiegt hätte. Die Finsternis schwieg.
Der Zeloo war der Erbauer, der Gestalter, der Initiator, der Einzige, der Letzte. Er war der Überstehende aus einer Zeit, die sich selbst verschlungen hatte.
Der Zeloo regierte das Medeis, das Nichts, die ewige Leere.
Er war Herrscher dessen, was er sah und was es noch geben würde. Er war der Herr über allem und über alles, was es noch geben würde und was es noch gab.
Und das war mehr als die Dunkelheit mit seiner Finsternis.
Er war das Licht, die die Hoffnung und die Sehnsucht nährte.
Er war der Zeloo.
Die Finsternis
In der Sprache der Götter bedeutete sein Name ‚etwas im Eifer tun‘. Er trug seinen Namen mit Stolz und nahm ihn wörtlich. Er wollte seinem Namen alle Ehre machen. Seine Gedanken kreisten stets um das Licht, denn das Licht wäre die Zukunft, denn die Dunkelheit war das Vergangene.
Hoffnungsvoll und voller Sehnsucht richtete er seinen Blick in die Zukunft, um das Nichts wieder mit Leben, wie es einst überall herrschte, zu füllen. Er überlegte, was es benötigt, damit es wieder Leben geben würde. Licht und Wärme waren zwei Grundlagen des Lebens. Mit diesem Wissen ließ er irgendwo im Nirgendwo durch die Kraft seiner Fähigkeiten einen glühenden, riesigen und flammenden Feuerball entstehen.
Das entstandene Licht war die Gegenwart und zugleich die Zukunft. Es verdrängte die Dunkelheit – das Vergangene. Die Finsternis verlor ihren Einfluss auf die Dunkelheit und verlor damit an Macht und Größe. Die Finsternis war nur noch ein Schatten ihrer selbst, und würde die Größe, die sie einst besaß, nie mehr besitzen, so langes es den Zeloo gab.
Dennoch war sich der Zeloo bewusst, dass er die Dunkelheit mit ihrer Finsternis nie besiegen könnte. Denn sie bestand schon vor ihm selbst und war schon immer fortwährender Teil dessen, was es gab. Er konnte die Dunkelheit nur überlisten.
Der Zeloo band die Dunkelheit mit in seine Schöpfung – dem Licht – ein. Trotz oder wegen dem Bewusstsein, dass aus der Finsternis bisher nichts Gutes erstanden war, musste sie Teil dessen werden, was er gedachte zu erschaffen. Damit das, was er erschuf, Bestand haben würde. Denn das was er gedachte zu erschaffen, sollte von Grund auf gut sein. So hoffte der Zeloo könnte er etwas erschaffen, was von Dauer war und kein Ende kennen würde.
Denn die Finsternis im Medeis war einst der Beginn des Untergangs des Vergangenen. Aus der Finsternis erstiegen die Dämonen des dunklen Lichts, die Frucht allen Übels, die die Welten, wie sie der Zeloo kannte, bis auf das Letzte verschlangen. Er war der Letzte, der dies erlebt hatte und er war der Letzte, den es noch gab. Er war nicht der Bezwinger der Finsternis, aber er hatte den Sturm der Finsternis überlebt.
An diese vergangene Zeit erinnerte kaum mehr etwas. Nur vereinzelte Trümmer der vernichteten Welten schwebten in weiter Ferne durch das Medeis. Sie schwebten weit entfernt von der Finsternis. Unerreichbar für jeden, der sie erreichen wollte. Unerreichbar für jeden, der Böses erdachte, um das was der Zeloo schaffen wollte, zu vernichten.
Die Reste waren Mahnmale des Vergangenen und mahnten den Zeloo, was mit den Seinen geschehen war. Sie waren Mahnmale der Arroganz der Seinen. Mahnmale des Größenwahns der Seinen. Mahnmale von Welten, die sich einst selbst verschlangen. Und das sollte sich nicht wiederholen.
Der Zeloo legte einen Eid vor sich selbst ab, da es keinen anderen mehr gab, vor dem er einen Schwur hätte ablegen können. Er schwor, dass die Dämonen, die einst den Untergang seiner Welten verschuldeten, nie wieder aus der Finsternis erstehen sollten. Er schwor, dass sie niemals wieder die Macht besitzen sollten, derartiges zu tun. Nie wieder sollten die Dämonen der Finsternis körperliche Gestalten annehmen und ihr Werk der Zerstörung vollziehen. Nie wieder sollten sie seine Schöpfung von den Bestien der Finsternis bedroht sein. Nie wieder sollten sie eine Rolle spielen.
Einen Verbündeten hatte er sich schon erschaffen: Seinen Feuerball. Seine hell goldenen und kraftvoll lodernden Strahlen schickten eine eindeutige Botschaft tief in das Medeis. Das Zeitalter des Lichts hatte begonnen.
Seine Strahlen erleuchteten die Dunkelheit, so dass die Finsternis weiter schwand. Doch er musste sich erst vergewissern, dass aus der Finsternis nichts Böses mehr erwachsen könnte. Er zwang sich in die Finsternis mit dem Bewusstsein, dass er nicht zurückkehren könnte, falls sich noch ein Dämon in ihr versteckte. Doch er fand in der Dunkelheit des Nichts nur die Finsternis selbst. Er sah, hörte, fühlte, roch und schmeckte nichts. Nichts verriet, ob sich noch etwas tief in der Finsternis versteckte. Der Zeloo fühlte sich bestärkt, dass durch die Vernichtung dessen, was einst war, die Dämonen der Finsternis mit vernichtet worden waren. Doch er vertraute seinen Sinnen nicht, sondern vertraute seiner Vorahnung. Um jede Gefahr auszuschließen, band er die Finsternis in sich selbst. Es sollte ein Kerker sein. Ein Kerker, der die Finsternis einschloss. Ein Kerker, der die Finsternis nie wieder entlassen würde. Ein Kerker, in den es nur ein Hinein, aber nie wieder ein Hinaus gäbe. So warb er ein engmaschiges, unsichtbares und magisches Netz um die Finsternis. Nichts, was jemals daraus hervorgehen wollte, konnte dieses Netz durchbrechen. Die Finsternis war in sich selbst gefangen. Gefangen in der Ewigkeit ihrer eigenen Finsternis.
© Christian Franz-Josef Vollmer



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Sonntag, 24. April 2016

Edgar Allan Poe - Der Rabe


Der Rabe von Edgar Allan Poe ist eines meiner Lieblingsgedichte! Habt viel Spaß beim Lesen. Lasst Euch inspirieren.
Eines Nachts, aus gelben Blättern mit verblichnen Runenlettern
Tote Mären suchend, sammelnd von des Zeitenmeers Gestaden,
Müde in die Zeilen blickend und zuletzt im Schlafe nickend,
Hört' ich plötzlich leise klopfen, leise, doch vernehmlich klopfen
Und fuhr auf, erschreckend stammelnd: »Einer von den Kameraden«,
     »Einer von den Kameraden«.

In dem letzten Mond des Jahres, um die zwölfte Stunde war es,
Und ein wunderlich Rumoren klang mir fort und fort im Ohre,
Sehnlichst harrte ich des Tages, jedes neuen Glockenschlages;
In das Buch vor mir versenken wollt' ich all mein Schmerzgedenken,
Meine Träume von Leonoren, meinen Gram um Leonore,
     Um die tote Leonore.

Seltsame, phantastisch wilde, unerklärliche Gebilde,
Schwarz und dicht gleich undurchsicht'gen, nächtig dunklen Nebelschwaden
Huschten aus den Zimmerecken, füllten mich mit tausend Schrecken,
So daß ich nun bleich und schlotternd, immer wieder angstvoll stotternd,
Murmelte, mich zu beschwicht'gen: »Einer von den Kameraden«,
     »Einer von den Kameraden!«

Alsbald aber mich ermannend, fragt' ich, jede Scheu verbannend,
Wen der Weg noch zu mir führe: »Mit wem habe ich die Ehre?«
Hub ich an, weltmännisch höflich: »Sie verzeihen, ich bin sträflich,
Daß ich Sie nicht gleich vernommen; seien Sie mir hochwillkommen!«
Und ich öffnete die Türe – nichts als schaudervolle Leere,
     Schwarze, schaudervolle Leere.

Lang in dieses Dunkel starrend, stand ich fürchtend, stand ich harrend,
Fürchtend, harrend, zweifelnd, staunend, meine Seele ganz im Ohre –
Doch die Nacht blieb ungelichtet, tiefes Schwarz auf Schwarz geschichtet,
Und das Schweigen ungebrochen, und nichts weiter ward gesprochen,
Als das eine, flüsternd, raunend, das gehauchte Wort »Lenore«,
     Das ich flüsterte: »Lenore!«

In mein Zimmer wiederkehrend und zum Sessel flüchtend, während
Schatten meinen Blick umflorten, hörte ich von neuem klopfen,
Diesmal aber etwas lauter, gleichsam kecker und vertrauter.
An dem Laden ist es, sagt' ich, und mich zu erheben wagt' ich,
Sprach mir Mut zu mit den Worten: »Sicher sind es Regentropfen,
     Weiter nichts als Regentropfen«.
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Und ich öffnete: Bedächtig schritt ein Rabe, groß und nächtig,
Mit verwildertem Gefieder ins Gemach und gravitätisch
Mit dem ernsten Kopfe nickend, flüchtig durch das Zimmer blickend,
Flog er auf das Türgerüste, und auf einer Pallasbüste
Ließ er sich gemächlich nieder, saß dort stolz und majestätisch,
     Selbstbewußt und majestätisch.

Ob des herrischen Verfahrens und des würdige'n Gebarens
Dieses wunderlichen Gastes schier belustigt, sprach ich; »Grimmer
Unglücksbote des Gestades an dem Flußgebiet des Hades
Du bist sicher hochgeboren, kommst du gradwegs von den Toren
Des plutonischen Palastes? Sag, wie nennt man dich dort?« – »Nimmer!«
     Hört' ich da vernehmlich: »Nimmer!«

Wahrlich, ich muß eingestehen, daß mich eigene Ideen
Bei dem dunklen Wort durchschwirrten, ja, daß mir Gedanken kamen,
Zweifel vom bizarrsten Schlage; und es ist auch keine Frage,
Daß dies seltsame Begebnis ein vereinzeltes Erlebnis:
Einen Raben zu bewirten mit solch ominösem Namen,
     Solchem ominösen Namen.

Doch mein düsterer Gefährte sprach nichts weiter und gewährte
Mir kein Zeichen der Beachtung. Lautlos stille ward's im Zimmer,
Bis ich traumhaft, abgebrochen (halb gedacht und halb gesprochen)
Raunte: »Andre Freunde gingen, morgen hebt auch er die Schwingen,
Läßt dich wieder in Umnachtung.« Da vernahm ich deutlich »Nimmer.«
     Deutlich und verständlich: »Nimmer.«

Stutzig über die Repliken, maß ich ihn mit scheuen Blicken,
Sprechend: Dies ist zweifelsohne sein gesamter Schatz an Worten,
Einem Herren abgefangen, dem das Unglück nachgegangen,
Nachgegangen, nachgelaufen, bis er auf dem Trümmerhaufen
Seines Glücks dies monotone »Nimmer« seufzte allerorten,
     Jederzeit und allerorten.

Doch der Rabe lieb possierlich würdevoll, und unwillkürlich
Mußt' ich lächeln ob des Wichtes: Alsdann mitten in das Zimmer
Einen samtnen Sessel rückend und mich in die Polster drückend,
Sann ich angesichts des grimmen, dürren, ominösen, schlimmen
Künders göttlichen Gerichtes, über dieses dunkle »Nimmer«,
     Dieses rätselhafte »Nimmer.«

Dies und anderes erwog ich, in die Traumeslande flog ich,
Losgelöst von jeder Fessel. Von der Lampe fiel ein Schimmer
Auf die violetten Stühle, und auf meinem samtnen Pfühle
Lag ich lange, traumverloren, schwang mich auf zu Leonoren,
Die in diesen samtnen Sessel nimmermehr sich lehnet, nimmer,
     Nimmer, nimmer, nimmer, nimmer.

Plötzlich ward es in mir lichter und die Luft im Zimmer dichter,
Als ob Weihrauch sie durchwehte. Und an diesem Hoffnungsschimmer
Mich erwärmend, rief ich: »Manna, Manna, schickst du Gott, Hosianna;
Lob ihm, der die Gnade spendet, der dir seine Engel sendet!
Trink, o trink aus dieser Lethe und vergiß Lenore! –»Nimmer!«
     Krächzte da der Rabe. »Nimmer!«

»Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel,
Triumphierend ob der Sünder Zähneklappern und Gewimmer
Hier, aus dieser dürren Wüste, dieser Stätte geiler Lüste,
Hoffnungslos, doch ungebrochen, und noch rein und unbestochen,
Frag' ich dich, du Schicksalskünder: Ist in Gilead Balsam?« – »Nimmer«,
     Krächzte da der Rabe, »nimmer!«

»Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel –
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?« – »Nimmer«,
     Krächzte da der Rabe, »nimmer!«

»Feind, du lügst, heb' dich von hinnen«, schrie ich auf, beinah von Sinnen,
»Dorthin zieh, wo Schatten wallen unter Winseln und Gewimmer,
Kehr' zurück zum dunklen Strande, laß kein Federchen zum Pfande
Dessen, was du prophezeitest, daß du diesen Ort entweihtest,
Nimm aus meiner Brust die Krallen, hebe dich von hinnen«! – »Nimmer«,
     Krächzte da der Rabe, »nimmer!«

Und auf meinem Türgerüste, auf der bleichen Pallasbüste,
Unverdrossen, ohn' Ermatten, sitzt mein dunkler Gast noch immer.
Sein Dämonenauge funkelt und sein Schattenriß verdunkelt
Das Gemach, schwillt immer mächt'ger und wird immer grabesnächt'ger –
Und aus diesen schweren Schatten hebt sich meine Seele nimmer,
     Nimmer, nimmer, nimmer, nimmer –.




Bildquelle:Pixabay


Zwei neue Rezis,yeah!

Ich habe vor einigen Tagen zwei wundervolle neue Rezis bekommen. Vielen vielen lieben Dank :-) Ich freue mich riesig! Arbeite fleißig am Manuskript, will ja die Geheimnisse lüften ;-) So, nun wünsche ich Euch einen entspannten Sonntag. Kommt mir gut in die neue Woche.
Hier der link zum selber schauen:
Rezi 1.jpg
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text extracts - Sascha Zurawczak

Klago erkannte Sariejas Spuren. Zunächst war es nicht schwer, ihrer Fährte zu folgen.
Klar und deutlich zeichnete sie sich auf dem Straßenpflaster ab. Doch als Klago in die belebteren Teile der Stadt kam, waren hier, trotz der späten, beziehungsweise frühen Stunde, noch immer so viele Menschen unterwegs, dass es Klago schwerfiel, die Spur zwischen deren Füßen zu erkennen. Schläft diese Stadt denn nie?, fragte er sich. Offenbar nicht. Trotz solcher Widrigkeiten, schaffte es Klago, Sariejas Schritten bis zur jenem Amüsierviertel zu folgen, das sie schon auf ihrem Weg zum Gasthaus durchquert hatten. An dem Sariejas großes Interesse gezeigt hatte.
O nein, dachte Klago. Hoffentlich ist sie nicht in eine von diesen Spelunken gegangen. Doch seine Hoffnung wurde enttäuscht. Denn wie Klago kurz darauf feststellen musste, führten Sariejas Spuren zu einer Glücksspielkneipe, die so zwielichtig und verkommen aussah, dass selbst Klago Hemmungen hatte, dort hineinzugehen.
Und das, obwohl er schon, ohne zu zögern, in Hexenwälder, Geisterburgen und Monsterhöhlen gestürmt war. Die Kleine bringt mich noch um, dachte Klago. Die Typen da drin fressen sie doch in einem Stück! Klago musste sie da rausholen, bevor noch etwas Schlimmes geschehen konnte. Also betrat der junge Wächter die Kneipe.
Er ging durch die schmale Tür, über der der Name dieser Örtlichkeit stand: Goldtopf. Kein Name hätte weniger passen können. Das begriff Klago, nachdem er einen Blick in den Bau geworfen hatte. Der ganze Raum war voller Menschen, denen man nicht einmal bei Tageslicht gerne begegnet wäre. Die Luft stank nach Tabakqualm, starkem Alkohol und schlechten Gedanken. Klago erkannte nun, was der irreführende Name „Goldtopf“ bedeutete. Es war genau das, worauf die Anwesenden aus waren. Wohin man auch sah saßen Männer, die dem Glücksspiel nachgingen, in der Hoffnung, den großen Profit zu machen.
Und den „Goldtopf“ zu gewinnen. Obwohl sie wissen sollten, dass nur die Geschicktesten dies jemals schaffen konnten. Davon schien es hier genug zu geben. Die meisten der Spielenden schienen das beruflich zu tun und konnten davon teilweise gut, größtenteils eher schlecht leben. Auch wenn diese Art Leben aus Lug, Betrug und schlechtem Gewissen bestand. Sarieja hätte sich an keinen übleren Ort verirren können. Klago musste sie schnell finden, bevor sie noch als Einsatz irgendeines Zockers endete. Doch wo sollte er sie in diesem Gewirr finden?
Die meisten Spieler standen um einen Tisch herum, an dem eine Gruppe von Leuten Karten spielte. Genau genommen waren es nur noch zwei, die spielten. Alle anderen hatten wohl ihre Einsätze schon verloren und waren ausgeschieden. Der eine, der noch im Spiel war, war ein groß gewachsener Mann, der aussah, als würde er sogar seine eigene Mutter verzocken.
Die andere Person war – Sarieja!
© Sascha Zurawczak

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Donnerstag, 21. April 2016

text extracts- Alexandra Lewald

Bin ich zu kleinlich?

Also, manchmal denke ich mir, ich muss in der falschen Zeit geboren sein, wenn ich mich so umsehe.
Wieso?
Nun, dann beleuchte ich das mal.
Wenn wir uns als jugendliche trafen, war " Hi, wie geht's?" die übliche Begrüßung. Heute läuft das geringfügig anders.
Da kommt statt dem " Hi, wie geht's?" ein " Altaaaaa, krass! Was geht?" Jetzt frage ich mich ernsthaft: Bin nur ich so versnoppt?
Oder finden das auch noch andere außer mir selten blöd?
Nur muss man ja mit grammatikalischen Hinweisen heute fürchterlich vorsichtig sein, da die verantwortlichen für katastrophale PISA Ergebnisse vielleicht ein wenig empfindlich reagieren könnten.
Sonst müsste man wie folgt vorgehen: "Mein lieber, jugendlicher Freund, jetzt hören Sie mal auf, ihren Namen zu klatschen und mir bitte zu! Es heißt nicht Altaaaaaa, sondern Alter. Mit er am Ende! Und es heißt allenfalls Wer geht und nicht Was geht, da Gegenstände im allgemeinen der Fähigkeit des gehens nicht mächtig sind! Haben Sie das soweit verstanden?"
Na? Hören Sie es schon? Das aus voller Brust ertönende:" Ey Altaaaaa, was willsu?!"
Gut, man könnte jetzt weiter erörtern, was sich allein in diesem
Satz an Fehlern tummelt, aber mal ehrlich: Sinn macht das so oder so nicht, weil der IQ des Gegenübers eher dem einer Abrissbirne gleicht, statt dem eines des denkens fähigen Menschen.

Es gibt auch kein "Bitte!" oder "Danke!" mehr.
Das heißt heute nur noch:" Altaaaaa, gib ma!" und als Pendant "Wurd' auch Zeit ey!"

Nun zu meiner Frage:
Entstamme ich denn einfach noch dem letzten Jahrtausend, in dem Sprache noch etwas wirklich ganz tolles war?!
Wurde die Schule zu unserer Zeit nur zu Testzwecken genutzt und eigentlich sind das heute die ganz schlauen?!

Nun, ich weiß es nicht und ich bin vielleicht auch wirklich kleinlich, jedoch empfinde ich Sprache, auch und gerade die unsere, als etwas wirklich tolles und den Verlust der selben als schmerzlich.
Ach und liebe jugendliche:
Nein, ich habe nichts gegen euch. Warum auch?
Aber wie wäre es, wenn ihr statt eurem IPad einfach mal wieder ein Buch lest?
So wegen der Aussprache und so.
Denn das, und da seid euch ganz sicher, das dankt euch dann auch PISA!
 © Alexandra Lewald

text extracts


In text extracts werde ich Euch in Zukunft Auszüge und kleine Textpassagen aus Kurzgeschichten und Manuskripten vorstellen, die mir  meine geschätzten und befreundeten Autoren zu Verfügung gestellt haben. Taucht einen Moment in ihre Welt und genießt die Zeit, die ihr dort verbringen könnt. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Erkunden.

GLG Eure Lorelay

Sonntag, 17. April 2016

Buchstabenchaos



Heute richte ich endlich meinen Fokus auf meine  Kurzgeschichte "Das Bild der Lady Grace". Schließlich möchte ich die Geschichte ja fortsetzen. Ich habe mich dazu entschieden aus der Kurzgeschichte ein Manuskript werden zu lassen, wo all die schrecklichen Geheimnisse der Familie und das mysteriöse Verbleiben von Jake aufgeklärt werden sollen. In den letzten Wochen habe ich mir unglaublich viele Gedanken gemacht und  Ideen entwickelt. Nun müssen sie  runtergeschrieben werden. Sonst hab ich Buchstabenchaos im Kopf! Bin sehr gespannt, wohin es mich und Euch führen wird. Halte Euch auf dem Laufenden! 
So nun, wünsche ich Euch einen wundervollen, sonnigen und entspannten Sonntag. Lasst es Euch gut gehen!
GLG Eure Lorelay

Sonntag, 3. April 2016

Eine wundervolle Rezi

Rezi 2


Eine wundervolle Rezi! Ich bin vor Freude mit Kaffee durch die Wohnung gehüpft ( halb so wild, waren ja noch am renovieren ) :-) Vielen vielen lieben Dank <3 <3 <3
GLG Eure Lorelay

Tolle Autoren



In diesem Beitrag stelle ich Euch kurz wundervolle Menschen und Autoren mit viel Herzblut und Engagement mit links zu ihren Seiten vor. Sie werden Euch alle in außergewöhnliche Welten mitnehmen. Meine Lieben lasst Euch entführen und inspirieren! (Der Beitag wird immer wieder erneuert.)

Christian Vollmer, ein wunderbarer Autor. Er hat eine neue spannende Welt erschaffen. 
Eine exzellente  Autorin mit sehr großem Herz, Gabriela Straubel 
Alex Sax eine herausragende Autorin . Sie schreibt über das wahre Leben, welches spannend, witzig , aber auch mal gefährlich und gruselig sein kann.
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Patricia Walter schreibt nervenzerreißende Psychothrillern 
Anja Bagus schreibt Steampunk vom Feinsten. Sie nimmt Euch mit in eine andere Welt, herrlich.
Rudolf Otto Schäfer entführt Euch in eine aufregende, fantastische und magische Welt
Eine großartige Autorin ist  Marianne Wluka . Ein wahrlich schöner und interessanter Blog mit spannendem Blogroman
Sascha Zurawczak, ein junger talentierte und hervorragender Autor 
Ein sehr engagierter, einfühlsamer und fabelhafter Autor Michael Krause 
Wendy Yukihiro , eine wundervolle Seite über Drachen, Feen, Elfen und das Ungesehene. Wendy arbeitet im Moment an ihrem ersten Manuskript.
Ormengard  stellt Euch eine Welt der Mythen und Magie vor (ein Sachbuch anderer Art)
Liebe Kollegen Danke für Eurer Engagement und Eure mitreißenden Welten!
(Oh heute hab ich es mit Welten ;-) )
Es gibt noch so vieles mehr, was ich hier schreiben könnte, aber ich finde, dass es viel schöner ist, die Seiten und Autoren selbst zu erforschen. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß! 
GLG Eure Lorelay