Sonntag, 26. Juni 2016

Meine fünf Minuten: Du trägst Dein Herz auf der Zunge

Ich sitze in der Küche bei Kaffee und E-Dampfe, plötzlich kommt mir dieser Spruch in den Sinn. Oft hat man mir gesagt, ich würde mein "Herz auf der Zunge tragen". Im positiven wie im negativen Sinne. Aber was bedeutet und woher kommt dieser Spruch eigentlich? Erst einmal zur Bedeutung :
  • offenherzig sein, seine Gefühle ansprechen, sofort sagen was man denkt, was in einem vorgeht; ansprechen, was man empfindet; geschwätzig sein.
Nun ja, ich bin jemand der grundlegend sagt was er denkt. Ehrlich gemeinte Textansagen gehören doch dazu. Wer nicht darauf klar kommt, soll sein Problem nicht zu meinem machen. Natürlich hat es mich schon in so manch "schwierige" Situation gebracht und wird es auch weiterhin, aber da muss man halt durch. Ich muss sagen was ich denke , auch wenn es ungemütlich wird. Jedoch bin ich weder "offenherzig" oder gar "geschwätzig", dass können andere bei Weitem besser als ich .
So, woher kommt den nun diese Spruch. Man mag es kaum glauben aus der Bibel:
"Die Narren haben ihr Herz im Maul; aber die Weisen haben ihren Mund im Herzen" (Sirach 21,28). 
Narr oder Weise? Ist mir schnuppe! Ehrlichkeit bzw ehrlich zu sein gehört einfach zum gutem Ton. 
In diesem Sinne Euch einen entspannten Sonntag!
GLG Eure Lorelay
So, woher kommt den nun diese Spruch. Man mag es kaum glauben aus der Bibel:

text extracts - Patrick Osborn

1.Kapitel: Verlorene Heimat
Berlin, Dezember 2014
Der Airbus setzte auf der Landebahn des Otto-Lilienthal-Flughafens auf. Während um ihn herum aufgeregtes Treiben begann, wartete Ben darauf, dass die Maschine ihre endgültige Parkposition erreichte. Er konnte die Hektik der anderen Passagiere nicht verstehen. Kaum stand das Flugzeug, schälte sich sein Nachbar aus dem Sitz und machte sich an der Gepäckklappe zu schaffen. Ben warf in der Zwischenzeit einen Blick aus dem Fenster und ließ die vergangenen Tage und Wochen noch einmal Revue passieren. 
Er war nach Bangkok gereist, um mit sich selbst ins Reine zu kommen. In der Stadt seiner Kindheit wollte er die bösen Gedanken verscheuchen, die ihn seit Lilys Verschwinden quälten. Ein Trugschluss, wie sich schnell herausgestellt hatte. Seinem Schicksal konnte man ebenso wenig entgehen, wie Dinge ungeschehen machen. Und so war er ziellos durch die Straßen und Tempel von Bangkok gezogen, hatte sich in Garküchen verköstigt und versucht, seinen Schmerz in Alkohol zu ertränken. Mehr als einmal hatte er auch den Gedanken gehabt, gar nicht mehr nach Hause zurückzukehren. Es war verlockend, alles hinter sich zu lassen: die Trauer, das Unverständnis. Doch tief in seinem Innersten gab es eine Stimme, die ihm sagte, dass Lily noch am Leben war. Und für diese kleine Flamme lohnte es sich zu kämpfen. Allerdings musste Ben sich eingestehen, dass er dieser Hoffnung sehr viel geopfert hatte.
Wollen Sie nicht aussteigen?“ Die Stimme der Stewardess holte ihn in die Wirklichkeit zurück. Er streckte nach dem langen Flug seine müden Knochen und sah, dass er zusammen mit einer dreiköpfigen Familie der letzte Passagier an Bord war. 
Im Terminal wartete er auf sein Gepäck. Ben hatte Glück, dass sein Koffer einer der ersten war, der auf dem Förderband erschien. Mit Koffer und Rucksack bepackt begab er sich zum Taxistand. Seit seinem Abflug in Bangkok hatte er nichts mehr gegessen. Da sein Kühlschrank leer war, beschloss er, sich zu stärken, bevor er in seine einsame Wohnung ging. Der Verkehr war am frühen Abend mörderisch, so dass das Taxi fast eine Stunde bis zum Richardplatz nach Neukölln brauchte. Unterwegs sah er die geschmückten Fenster, hinter denen sich Familien auf den Weihnachtsabend vorbereiteten. Immerhin hatten die Kinder heute bereits das vierte Türchen öffnen können. Der Taxifahrer versuchte, Ben in ein Gespräch zu verwickeln, merkte aber sehr schnell, dass sein Fahrgast nicht an einer Konversation interessiert war.
Ben zahlte und registrierte beim Aussteigen die Aufbauarbeiten für den jährlichen Weihnachtsmarkt. Er betrat das Luis, ein österreichisches Restaurant, das ihm nach der asiatischen Küche den Einstieg in die Heimat erleichtern sollte. Er setzte sich an einen Zweiertisch ans Fenster und bestellte ein Schnitzel, wobei er sich nicht für den Klassiker entschied. Wer schaffte schon ein Schnitzel in der Größe eines A3-Blattes? Ben wählte die kleine Variante und dazu ein großes Bier. 
Müde rieb er sich die Augen und griff nach seinem Handy. In den Kontakten suchte er nach Shannons Nummer, starrte auf die Zahlenfolge und überlegte, ob er sie anrufen sollte. Doch was konnte er ihr sagen? Er wusste, das Shannon kein Verständnis für seine Reise gehabt hatte. Überhaupt gab es viel Unausgesprochenes zwischen ihnen. Ben spürte, wie er sich einer Panikattacke näherte. Immer wieder wurde er davon heimgesucht. Er sprang auf und suchte den Weg nach draußen. In Gedanken sagte er das Alphabet rückwärts auf. 
Z, Y, X, W, V, U, T, S ...
Sein Adoptivbruder Liem hatte ihm diesen Tipp gegeben, als er nach einem schrecklichen Überfall in seiner Jugend erstmals von einer solchen Attacke heimgesucht wurde.
R, Q, P, O, N, M ...
Seit seinem Abflug nach Bangkok war er von diesen heimtückischen Überfällen verschont geblieben. Vielleicht hätte er doch nicht nach Hause kommen sollen.
L, K, J, I, H, G, F ...
Ben atmete tief durch. Dabei schloss er die Augen und versuchte, nicht an Lily zu denken. 
E, D, C, B, A ...
Vorsichtig öffnete er die Augen. Neben ihm stand der Kellner und blickte ihn etwas unbeholfen an.
Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“
Danke. Es geht schon.“ Ben sah, dass seine Worte den Kellner nicht wirklich beruhigten. „Das muss der Jetlag sein. Ich bin gerade von einem längeren Auslandsaufenthalt zurückgekommen.“ Diese Erklärung schien dem Mann zu genügen, denn Ben sah, wie sich seine Gesichtszüge entspannten. 
Zurück im Restaurant ließ sich Ben sein Essen schmecken und bestellte noch einen Kaffee. Anschließend ging er vor die Tür und gönnte sich eine Zigarette. Er wusste natürlich, dass Rauchen die Wahrscheinlichkeit von Lungenkrebs oder Herzinfarkten deutlich erhöhte, aber es interessierte ihn nicht. Was sollte ihm den noch Schlimmes passieren? Schließlich ging er bereits seit zehn Jahren durch die Hölle. Da konnte eine Zigarette mehr oder weniger wohl kaum noch schaden.
Nach dem Begleichen seiner Rechnung machte er sich auf den Weg zu seiner Wohnung, die nur drei Querstraßen entfernt lag. Seit der Trennung von Shannon bewohnte er ein kleines Loft in Neukölln, das zuvor einem jungen Maler gehört hatte. Es war spärlich eingerichtet, doch letztlich brauchte Ben nur ein warmes Plätzchen, in dem er hin und wieder schlafen konnte. Die meiste Zeit verbrachte er vor dem Computer, wo er seine Recherchen zu Lilys Verschwinden sammelte.
Zehn Minuten später schloss Ben die Tür zu seiner Wohnung auf, schaltete das Licht im Flur an und trat ein. Die Luft roch verbraucht. In den vergangenen Wochen war hier nicht gelüftet worden. Wer hätte dies auch tun sollen? Shannon bestimmt nicht. Und Liem? Er hatte seinem Adoptivbruder nur eine kurze Mitteilung geschickt, dass er nach Bangkok geflogen war. Und die Antwort war so gewesen, wie Ben sie erwartet hatte.
Er trat in den großen Wohnraum und öffnete das Fenster, als sein Blick an einem Bild von Lily hängen blieb. In gut drei Wochen war Weihnachten, der Jahrestag ihres Verschwindens.
Es war ein strahlend schöner zweiter Feiertag gewesen, als Lily nur kurz zu ihren Großeltern gehen wollte, die fünf Minuten entfernt wohnten. Ein Weg, der keine fünf Minuten dauerte und den Lily schon öfters alleine gegangen war. Anfangs hatten sie sich keine Gedanken gemacht. Erst als Shannons Eltern anriefen, um sich zu erkundigen, wann das Weihnachtsessen beginnen sollte, stellte sich heraus, dass Lily nicht bei ihnen angekommen war. Natürlich verständigten sie sofort die Polizei, jedoch hatte diese Probleme Zeugenaussagen zu finden, da zu dieser Uhrzeit noch nicht viele Leute unterwegs gewesen waren.
In den folgenden Wochen beherrschte Lilys Verschwinden die Medien, ohne dass es einen brauchbaren Hinweis gegeben hat. Hinzu kam, dass das Fehlen jeglicher Lösegeldforderungen den Verdacht erhärtete, dass das Mädchen einem Verbrechen zum Opfer gefallen war. Immer wieder wurden Suchaktionen gestartet, doch ohne Erfolg.
Lily blieb verschwunden.
Bens Leben war an diesem Tag aus den Fugen geraten. Lilys Verschwinden löste ein Gefühlschaos in ihm aus. Der Schmerz und die aufkommenden Schuldgefühle fraßen ihn auf. Er kapselte sich von den Menschen ab, die ihn liebten. Vor allem Shannon war die Leidtragende. Sie musste nicht nur das Verschwinden ihrer Tochter verkraften, sondern auch die Abkehr ihres Mannes.
Dabei ließ Ben nichts unversucht. Er beauftragte Privatdetektive und übte immer wieder Druck auf die polizeilichen Ermittlungen aus.
Ohne Erfolg.
Dann hatte er sich selbst auf die Suche gemacht. Eine Zeit, die nicht nur ihre Ersparnisse auffraß, sondern auch eine Belastungsprobe für ihre Ehe wurde. Auch wenn es schmerzte, begann sich Shannon damit abzufinden, dass sie ihre geliebte Tochter nicht wiedersehen sollte. Und genau das konnte und wollte Ben nicht akzeptieren. Er trank in dieser Zeit mehr als gut für ihn war und immer öfter gab es Streit. Schließlich war eines Tages der Zeitpunkt erreicht und Shannon packte ihre Koffer. Zu sehr hatte er selbst mit dem Verlust von Lily zu kämpfen, den er einfach nicht hinnehmen konnte. Liem war in dieser Zeit der Einzige gewesen, der ihn verstand, der sich zumindest die Mühe machte, ihn verstehen zu wollen. Auch wenn er Ben mehr als einmal deutlich gemacht hatte, dass er endlich anfangen müsse, sein Leben auf die Reihe zu bekommen.
Das Klingeln an der Wohnungstür riss Ben aus seinen Gedanken. Er fragte sich, wer wusste, dass er wieder zuhause war. Er öffnete die Tür und Liem stieß ihn unsanft zur Seite.
Verdammt, Ben. Wo hast du gesteckt? Ich habe wie ein Trottel am Flughafen auf dich gewartet.“
Hallo Liem. Was ...“ Plötzlich fiel Ben die SMS ein, die er kurz vor seinem Abflug in Bangkok erhalten hatte. „Tut mir leid. Deine Nachricht ... Ich habe sie ganz vergessen.“
Das hab´ ich gemerkt, Bruderherz! Komm, lass dich drücken.“ Ben genoss die Umarmung seines Adoptivbruders. Für einen kurzen Moment dachte Ben an ihr erstes Treffen, damals in den Straßen von Bangkok. Kaum zu glauben, was seitdem alles passiert war.
Und?“, wollte Liem wissen. „Geht es dir besser?“ Ben wusste nicht genau, worauf die Frage zielte. Kurz nach dem Überfall auf den Mönch, hatte er seinen Bruder informiert, dass er länger als geplant in Bangkok bleiben würde.
Wenn du den Überfall meinst, ist alles wieder okay.“ Ben deutete auf seine Rippen. „Aber mit Sport muss ich mich wohl zurückhalten.“
Und sonst? Konntest du endlich mit allem abschließen?“ Ben spürte, wie es in seinem Innersten rumorte. Wie die Frage schon klang. Als sollte er eine unliebsame Akte zur Seite schieben.
Hör zu Liem!“, Ben wollte sich nicht schon wieder mit seinem Bruder streiten. „Ich bin ziemlich erledigt. Der lange Flug, die Zeitumstellung. Können wir morgen reden?“
Du weichst mir aus, Ben! Schon wieder. Du musst dich endlich davon frei machen. Wie lange willst du Lily noch nachtrauern? Merkst du nicht, wie du dich kaputt machst? Deine Tochter hätte das sicher nicht gewollt.“
Red´ nicht so, als ob Lily tot wäre!“
Aber sie ist es mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit!“ Einen Moment herrschte Stille. „Ben“, Liems Stimme wurde sanfter, „Lily ist seit zehn Jahren verschwunden. Niemand hat auch nur eine Spur von ihr gefunden. Es wird Zeit, das du der Realität ins Auge siehst.“ Liem wandte sich zur Tür. „Lass uns morgen beim Mittagessen darüber reden. Einverstanden?“ Ben nickte. „Wie immer um zwölf im Borchardt?“ Ben nickte abermals. Ohne ein weiteres Wort verließ Liem die Wohnung und Ben vernahm, wie die Tür ins Schloss fiel.
Eine unerträgliche Leere breitete sich in ihm aus. Er raffte sich auf und packte sein Gepäck aus. So kam er hoffentlich auf andere Gedanken. Dabei fiel ihm der Beutel in die Hände, den er von dem Mönch erhalten hatte. Ben löste den Knoten und blickte auf drei kleinen Ampullen, die eine gelbliche Flüssigkeit enthielten. Auf seine Frage hin, was diese mit seiner Tochter zu tun hatten, hatte sich der Mönch in Schweigen gehüllt. Er antwortete lediglich, dass Ben dies schon erkennen würde, wenn die Zeit dafür gekommen sei. Damit war für ihn das Thema erledigt. Ben hatte entgegnet, dass er an irgendwelchen Hokuspokus nicht glauben würde und den Beutel zurückgegeben. Umso überraschter war er gewesen, als er die Ampullen später in seinem Gepäck entdeckt hatte. Anfangs wollte er sie im Hotel lassen, aber eine innere Stimme riet Ben dazu, sie in seinen Koffer zu packen.
Vorsichtig nahm er eine Ampulle heraus und öffnete sie. Die Flüssigkeit war vollkommen geruchsfrei. Wieder kamen Ben die Worte des Mönchs in den Sinn: „Was ist Ihr größter Wunsch?“
Lily.
Ohne nachzudenken, stürzte Ben die Flüssigkeit hinunter. Was hatte er schon zu verlieren? Der Geschmack war angenehm. Ben glaubte, eine leichte Spur von Vanille zu erkennen. Er erwartete, dass sich das Zimmer drehen, die Wände verschieben oder farbenprächtige Halluzinationen auf ihn einstürzen würden. Aber nichts passierte. Nicht einmal ein Kribbeln in der Magengegend erinnerte ihn daran, dass er soeben eine Flüssigkeit zu sich genommen hatte, von der er nicht wusste, woraus sie bestand und vor allem, welche Wirkung sie hatte. 
Enttäuscht packte Ben seinen Koffer weiter aus. Zehn Minuten später legte er sich aufs Bett. Der Jetlag überkam ihn und nur einen Lidschlag später war Ben in einen tiefen Schlaf gefallen.
© Patrick Osborn
Wohin mein Weg mich führt
Roman
Wollt Ihr mehr von Patrick erfahren, dann schaut doch mal bei ihm vorbei:


Sonntag, 19. Juni 2016

Juhu eine wundervolle neue Rezi hat meine Lady Grace bekommen

Yeah, eine wundervolle neue Rezi hat meine Lady Grace bekommen! Ich freue mich ohne Ende. Vielen vielen lieben Dank :-)
GLG Eure Lorelay
Rezi 6

text extracts - Le Alex Sax

Le Alex
Frau ausweichen, die mit sich selber spricht. Die selbst sprechende Dame ist ganz altmodisch und zerschlissen gekleidet. Sie sieht ein wenig aus, wie aus dem letzten Jahrhundert. Die ganze Zeit trippelt sie wirr umher. Der Mann in der Ecke, der ständig in die Hände klatscht, scheint sie dabei genauso wenig zu stören, wie die Rollatordame. Sie bemerkt gar nichts um sich herum. Sie lebt in ihrer eigenen Demenz-Welt. Plötzlich geht hinter mir leise die Fahrstuhltüre auf. Ein Mann schiebt etwas Grosses links an mir vorbei. Wortlos. Aus dem Augenwinkel sehe ich erst das Holz, dann das Kreuz und schlussendlich die blaue Uniform des Mannes. Es ist ein Sarg auf Rollen, der da gerade an mir vorbei schwebt. Lautlos. Der Sarg fängt an, seine Runde zu drehen. Dabei überholt er die demente Dame und weicht geschickt dem Rollator aus. Der klatschende Mann klatscht munter weiter, auch als der Holzaufbau fast vor seinem Gesicht hält. Er scheint dem Tod applaudieren zu wollen. Die Runde ist zu Ende, der Sarg steht still vor einer Türe. Er hat sein nächstes Opfer gefunden. Der Uniformierte verschwindet in dem Raum. Das Riesending bleibt einfach da stehen. Im Gang, vor aller Augen. Auch ich starre ihn an. Ich weiss, dass die Vorgehensweise üblich ist. Trotzdem erschliesst sich mir der Sinn nicht so ganz. Soll das Vorbereitung sein oder Produkteauswahl, so nach dem Motto, welches Holz passt zu mir? Auf jeden Fall ist es unheimlich. So oder so! Bei dem Anblick kommt mir eine Aussage in den Sinn, die ein deutscher Politiker letzte Woche machte. Seine Prognose war, bis achtzig arbeiten. Nur so könne der Arbeitsmarkt erhalten werden. Interessant, denn nicht alle Patienten hier sind schon in dem Alter. Wie soll das also funktionieren? Nun, vielleicht indem man die Arbeitsumgebung ändert und effizienter macht. Ich stelle mir gerade ein Grossraumbüro vor. Das könnte man sowohl im Rollstuhl wie auch mit dem Rollator bedienen. Dazu gibt es Klostühle, falls man sich nicht mehr schneller als der Darm bewegen kann. Davon abgesehen ist Zeit ja bekanntlich Geld. Dasselbe gilt für das Mittagessen. Kaum wären die noch nicht Rentner in der Kantine, müssten sie auch schon wieder umdrehen, da die Zeit schon abgelaufen ist. Das würde dann den Job der Esshilfe generieren. Und zu guter Letzt könnte man ein Fliessband um das Büro herum führen. Hier kämen dann die Särge im Stundentakt vorbei. Natürlich hätte jeder Mitarbeiter das Modell seiner Wahl. Beim Todesfall würde die Esshilfe ihren Job erweitern und den nun nicht mehr produktiven Mitarbeiter, im Sarg und per Band, in den Keller spedieren. Mit der Zeitkarte natürlich. Um die Sache endgültig rentabel zu machen, führt das ganze gleich ins Hauseigene Krematorium. Die Kosten könnten dann den Angehörigen verrechnet werden. Dieses Arbeitsmodell hätte seine Vorteile. Keine Rentenprobleme, keine Entsorgungsprobleme mehr und alle wären zufrieden und entlastet. Der Arbeitgeber übernimmt das Material Mensch von der Wiege bis zur Bahre. Ihr lacht und schüttelt den Kopf? Gut, besprechen wir das in zwanzig Jahren wieder.

©
Le Alex Sax
Eine schöne Arbeitswoche wünsche ich allen
Liebe Grüsse Alex
Falls Ihr noch mehr von der wunderbaren Alex lesen wollt, dann schaut doch mal bei ihr rein:
http://www.lealexsax.ch/

Sonntag, 5. Juni 2016

text extracts - Wendy Yukihiro

Faelwen’s Whisper 
Kiara sat up quickly in bed coming out of a strange dream Saturday morning. The same sort of dreams had been happening the last few nights. They were a little scary…going through dark caves, flashes of fire, smell of smoke and booming voices. Strange people—appeared and quickly disappeared. Were they actually… people? She couldn’t be sure.
Kiara stood in front of her bathroom mirror brushing her long jet-black hair. She was looking forward to her eighteenth birthday tomorrow and high school graduation next week. She thought it would be cool to go with her friends Mia and Sean to see the ancient ruins at the top of the hill in Raven Forest, a short distance from their tiny town. The best time would be around midnight with a full moon. She had heard tales of elves once living there. Maybe we might see one. She reached for her phone and called Mia who quickly agreed and Sean told her he would pick both of them up around 11:15.
Finished with her hair, she stared at herself in the mirror. Something is different…“My eyes! They are always a light green, now they are dark green like the peppers on the kitchen counter. Why?” Having no answer, she shrugged her shoulders and left the bathroom.
* * *
The drive to Raven Forest with Sean and Mia took only 10 minutes. Their headlights picked up the narrow dirt road to a small parking area below the ruins. Sean shifted into a lower gear. He had to take the sharp turns carefully with his headlights making strange sudden shadows. After about 15 minutes, they came to the clearing below the trail leading to the ruins. He stopped and turned off the headlights. Streaks of moonlight shimmered in the dense forest. They clicked on their flashlights pointing to the dirt trail and started the sharp climb. The trail was not hard, but in the dark, they had to keep alert. Little noises from the night creatures greeted them.
“How’s our time?” asked Kiara.
Sean looked at the glowing hands on his watch. “It’s about twenty to twelve. Watch your step, the last bit is a little tricky.”
The two girls nodded in agreement.
Kiara noticed a few odd changes that were going on in her body. She couldn't explain the strange feelings…They were so different from anything she had ever experienced. She didn't want to worry her friends and decided to keep it to herself.
As the moon became brighter, her eyes began to hurt. She stopped again to close her eyes. When she rubbed them, Kiara felt something very peculiar. Besides the burning sensation, a thin outer layer of skin covered her eyes, just like another thin eyelid. Something strange was happening to her. She thought it best not to tell Sean and Mia because she didn't really understand it herself.
“Are you okay Kiara? Anything the matter?” asked Sean.
“I'm not sure. My eyes kind of hurt, but I wouldn't miss this for the world.
“Let us know if you want to leave,” said Mia.
After a few more minutes, she became aware she couldn’t continue. “I think I’ll go back to the car and get some aspirin. I know a short cut to where the car is. I won’t be long.”
“Be careful,” said Mia.
“Hurry back,” said Sean.
“Don't worry. I know these old ruins like the back of my hand. I've been up here many times since I was a little girl.”
As Kiara hurried away on the path, she could still hear Sean and Mia talking, which was odd since they were some distance behind her. Kiara cut through the shortcut headed toward the other side of the hill. She found the climb wasn't difficult at all. It used to be hard. Her finger accidently clicked off the flashlight. To her surprise, it didn’t make any difference! She could see through the darkness perfectly—although everything had a soft green tint to it. Putting the flashlight in her jacket and moving quickly, there was another surprise. She could move much faster. It seemed as if there was some kind of internal guidance system in her avoiding all obstacles. What is happening to me? Was something helping her? No time to think about that she thought. She had to hurry.
Towards the top, there were a lot more bushes and large old trees to hold onto. They made the climb a little easier, yet Kiara was still a little nervous around them. She had heard of many old folktales about these same old oak trees—how they were gateways to the Fae world. Kiara noticed the strange happenings within her body again. A burning sensation throughout her body made it difficult to climb. Her eyes felt like they were full of eyelashes. Kiara heard a woman’s soft whisper. She couldn’t make it out. It seemed to be coming from a long distance away. She wondered where it was coming from as she finally made it to the top of the hill.
The wind picked up, as it usually did at the top of the hill. Kiara could hear the whisper more clearly in old Celtic language—a strange dialect so different to Kiara. For some bizarre reason she could understand the meaning, although the words did not make much sense. She felt very uneasy. It was still before midnight. A stronger wind swept through the top of the hill where Kiara was standing alone in the dark. She heard the whisper again, more clearly this time...
“My name is Faelwen, a distant kin from long ago. Meet me at the fountain in the center of the old ruins. There isn't much time.”
By the tone of Faelwen’s voice, Kiara felt a sense of urgency to get there quickly, even though she had no idea who she was. It didn't take long to make her way to the fountain. When she arrived, no one was there. Where was Faelwen?
While Kiara was waiting, she looked around the old fountain. It was made of solid white marble mixed with silver streaks. The top portion of the fountain was broken off. She thought it sad to see these old ruins laid waste by vandalism and decay.
© Wendy Yukihiro 
Wenn Ihr noch mehr über die fabelhafte Autorin Wendy erfahren wollt, dann schaut hier rein: